Kurzzeitpsychotherapie (KZT)

Die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren diese Behandlungsform mit 25 Stunden (in der Regel eine Sitzung/Woche). Bei dieser Therapieform steht ein Fokus („Brennpunkt“) im Mittelpunkt. Meist handelt es sich um eine aktuell schwierige und belastende Lebenssituation (plötzliche Krisen, akute innere Konflikte, unlösbar erscheinende Entscheidungssituationen, Verlust-Ereignisse). In der Therapie wird der oft bedeutsame unbewusste Hintergrund dieser aktuellen Problematik aufgearbeitet mit dem Ziel einer möglichst schnellen Stabilisierung der Entscheidungsfindung und Wiederherstellung der Handlungssicherheit. Von großer Bedeutung ist neben der verstehenden Erarbeitung von Einsichten in die in Problemlagen auch die gemeinsame Erarbeitung von Möglichkeiten und Fähigkeiten, die zu deren Bewältigung förderlich und hilfreich sind. Die Behandlung ist weitgehend auf diesen Brennpunkt konzentriert und andere etwas abseits liegende Konflikte und Themen bleiben randständig. Die KZT kann für sich ausreichend sein, sie kann aber auch dazu verwendet werden, die Indikation für eine analytische Langzeittherapie abzuklären. Eine KZT kann dann in eine Langzeittherapie umgewandelt und fortgeführt werden.